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Konzept Indianercamp

Da nach unserer Erfahrung die Kinder besondere Zuwendung und Geduld benötigen, sind für drei bis vier Kinder je zwei Mitarbeiter/innen (Gruppenleiter/in + Co-Mitarbeiter/in) zuständig. Diese Mitarbeiter/innen stehen in der gesamten Woche für die gleichen Kinder zur Verfügung.
So ist für die Kinder die Möglichkeit gegeben, ein tragfähiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Während der Freizeit soll das Kind spüren, dass es wichtig ist und ernst genommen wird.
Durch den hohen Mitarbeiterschlüssel sind unsere Mitarbeiter in der Lage, jedem einzelnen Kind geduldig nachzugehen. (Interesse an Camp-Mitarbeit? Details hier !)
Auf Entwicklungsstörungen kann so ebenfalls eingegangen werden. Zum Beispiel werden nachts Kinder mit Blasenschwäche geweckt und nach dem Toilettengang wieder zu Bett gebracht, oder vom Hausarzt verordnete Medikamente werden dem Kind von einer fachlich versierten Mitarbeiterin verabreicht. Die Kinder erhalten in den Folgejahren eine erneute Einladung zum Camp. Jedes einmal angemeldete Kind hat die Möglichkeit bis zum 13. Lebensjahr an unserem Kinderurlaub regelmäßig teilzunehmen. Auf Wunsch der Mütter kann auch unsere Einzelhilfe in Anspruch genommen werden.

Das bedeutet:
Aufbau einer helfenden Beziehung
Beziehung aufrecht erhalten
Hilfe bei Bewältigung sozialer Probleme, evtl. Intervention
Befähigung vermitteln, Probleme zu lösen
Beobachten der Signale der Kinder
Betrachtung des Kindes in seinem Umfeld  (Besuch)
gewünschte Besuche werden regelmäßig mit Erfolg durchgeführt. Die Kinder freuen sich darüber und zeigen oft sofort die gebastelten Artikel der Camps, welche in der Wohnung einen Ehrenplatz einnehmen. Die sofortige Frage ist oft: "Wann ist das nächste Indianercamp?" 
Wichtig ist auch der schriftliche oder telefonische Kontakt des Mitarbeiters zum Kind (Geburtstag, Weihnachten).

Durch die geringe Gruppenstärke (3 - 4 Kinder) fällt es leichter:

  • die Gesamtgruppe und Einzelne im Auge zu behalten
  • Zusammenarbeit der Gruppe zu fördern


Durch die Gruppenerfahrung wird den Kindern geholfen eine bessere Beziehung zu anderen Menschen zu bekommen und sich im Spiegel der Gruppe selbst wahrzunehmen. Die Kinder werden angenommen. Das erfordert hohe Flexibilität und größte Warmherzigkeit der Gruppenarbeiter. 
Grenzen werden hierbei klug unter Einbeziehung der Bedürfnisse des Einzelnen und der Gruppe gesetzt.

Bei unserem Personenkreis kommt es darauf an, daß der Einzelne sich nicht im Ganzen verliert, sondern daß ihm geholfen wird, sich als einmalige Persönlichkeit zu empfinden, die zum Ganzen beitragen kann.

Hier noch einige Punkte, die für die Gruppenarbeit Bedeutung haben:

  • Anerkennung der einzelnen Person, echtes Annehmen der Kinder in Stärken und Schwächen
  • Aufbau eines Vertrauensverhältnisses
  • Ermutigung und Befähigung sich in die Gruppe hilfreich und kooperativ einzubringen
  • Gelegenheiten schaffen, für neue und verschiedene Erfahrungen bzw.Beziehungen und für Erfolgserlebnisse
  • kluger Gebrauch von Begrenzungen
  • warmherziger, humaner und disziplinierter Einsatz der eigenen Person des Gruppenmitarbeiters 

Die einzelnen Mitarbeiter sind nach einem Plan auch in die Gesamtgruppenarbeit integriert. Eingebunden in diese Freizeit sind verschiedene erlebnispädagogische Elemente wie:

  • Geländespiele  
  • Lagerolympiade
  • Waldführung,  Leben und  Verantwortung in der Natur  (Bäume, Pflanzen, Tiere)
  • Lernen im Umgang mit Feuer, Pfeil und Bogen, Taschenmesser
  • Bastelaktivitäten (Indianerkleidung, Lederarbeiten, Schmuck etc)
  • Lagerfeuer,  Nachtwanderung

Diese erlebnispädagogischen Elemente nehmen einen großen Teil der Beschäftigung mit den Kindern ein. 
Wir messen diesen Beschäftigungen eine große Bedeutung bei. Durch Erlebnispädagogik entwickeln die Kinder Inividualität in ihrer Ganzheitlichkeit (Geist, Seele, Leib). Diesem Ziel entsprechen vor allem erlebnisgewährende Medien wie Natur, handwerkliche Elemente des lernenden Bastelns, sowie künstlerisch - kreative und musische Erfahrungsprozesse.
In den oben aufgeführten Beschäftigungen messen wir der eigenen Aktivität und Handlung als Erfahrungsvoraussetzung besondere Bedeutung bei. Gerade für die von Delinquenz, Dissozialität und Aggressivität bedrohten Kinder stellen diese Beschäftigungen ein gutes Gegengewicht dar.

Angeboten werden außerdem kreative Workshops und Bibelspaß. Auch im sozialarbeiterischen Handeln benötigen wir einen Wertmaßstab. Sie sind Leitlinien für unser zweckgerichtetes Handeln und Ausgangspunkt unserer Motivation. Werte sind auch grundlegende Ordnungskonzepte und Orientierungshilfe.
Wir bekennen uns klar zum christlichen Wertmaßstab und sehen unsere Tätigkeit als Dienst der christlichen Nächstenliebe, in Verbindung mit fachlich, sozialarbeiterischer Tätigkeit. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, über die Jahre einen festen Mitarbeiterstab zu bilden.
Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und werden vorbereitend geschult.