KanuCamps für Kinder in Not

Hilfe für Kinder in Armut in Deutschland

Hilfe für Kinder in Armut in DeutschlandAuf Robinsons Spuren

In einer spannenden Woche auf den Spuren von Christoph Kolumbus mit Kanus interessante Seengebiete erkunden, das ist das Motto, unter dem unser KanuCamp für Jugendliche von 14 – 17 Jahren durchgeführt wird.  Das Kanucamp ist unser Angebot für Jungs, die in unseren Indianercamps waren, aber mit 14 Jahre zu alt für die Indianercamps werden.

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Insiderbericht

Nächstenliebe – ganz praktisch! Das Abenteuer der Nächstenliebe !

Im Juli war es soweit.
14 hochmotivierte TEAMER (ehrenamtliche Mitarbeiter Eckhard, Jochen, Knut, Michael, Andre, Carsten, Jeremy, Arthur, Andreas, Helmut, Uwe, Timmy, Sebastian, Joachim ) und der Kopf der Truppe – Wolfgang – setzten sich in den frühen Morgenstunden, zusammen mit ihren Partnern (teilnehmende Jungs Alexander, Michael, David, Georg, Sascha, Dominik, Enrico, Volker und Maximilian ) gen Mecklenburg-Vorpommern in Bewegung; wild entschlossen, der rauhen See der mecklenburgischen Seenplatte zu trotzen, und den Jungs eine gute Woche zu bieten.

Die Fahrt war regelrecht luxuriös, in einem 50-Personen 4 – Sterne Bus für 24 Paddelfreaks, gesponsert von einem Unternehmer.

Motto von Wolfgang an dieser Stelle: Für Gottes Kinder nur das Beste !!

Da uns keine grün – weiß gestreiften Wegelagerer auflauerten und kein Achsenbruch aufhielt, erreichten wir schon in den frühen Nachmittagsstunden unser Ziel. Die wildromantische Landschaft der Seenplatte lag zu unseren Füßen.
Schon bald waren wir mit Kanu, Paddel, Vorratstonnen und Zelt ausgestattet und hatten es uns bereits in den frühen Abendstunden – soweit die mecklenburgischen Stechmücken dies zuließen – so richtig gemütlich gemacht.
Am darauffolgenden Morgen konnten wir dann endlich das erste Mal das Paddel ins Wasser stecken. Die Sportskanonen unter uns hatten diesem Augenblick schon die ganze Nacht hindurch schlaflos entgegengefiebert.

Anmerkung des Autors an dieser Stelle: Auch Wolfgang hat es, da extrem lernfähig, bis zum Ende der Woche geschafft den Unterschied zwischen paddeln und rudern zu erkennen. Gott sei Dank !! Etwa 10 bis 18 Kilometer haben wir pro Tag per Kanu geschafft, oder die Kilometer haben uns „geschafft“, je nachdem wie man das sieht.

Dank vorzüglicher Planung – ein Lob an unsere Organisationstalente Eckhard & Wolfgang

Ablauf eines Kanucamptags für alle Neugierigen in Kurzform:

  • ca. 7.30 Uhr Wir werden durch Wolfgangs Donnerstimme fürchterlich aus dem Schlaf gerissen
  • ca. 8.00 Uhr Frühstück vom Feinsten und Koffeinschock Dank kenianischer Hochlandbohnen
  • ca. 9.30 Uhr nach einem unglaublichen, aber geregelten Chaos und noch
    unter Auswirkung der kenianischen Hochlandbohnen stechen wir voller Tatendrang in See. Der Tatendang von Teamern und Partnern hatte jedoch eine etwas unterschiedliche Ausprägung. Zitat Alex : Paddel doch selbst !
  • ca. 9.30 – 12.00 Uhr Paddeln, Paddeln, Paddeln,….
  • Gegen 12.00 Uhr geht die Motivationskurve rapide bergab, vor allem bei den Partnern.
  • ca. 12.00 Uhr Mittagspause und Schwänefüttern
  • ca. 13.00 – 16.00 Uhr Paddeln, Paddeln, Paddeln,…
  • Gegen 16.00 Uhr erreichen wir unser nächstes Lager
  • ca. 16.00 – 18.30 Uhr Aufbau der Zelte sowie Totschlagen der Zeit mit seligem Nichtstun
  • ca. 18.30 Uhr 5 – Sterne Abendessen, unter Aufsicht und mit viel Liebe von Sebastian + Küchenteam zubereitet
  • ca. 20.00 Uhr Worship, Gebet und Andacht, von Helmut ausgezeichnet vorbereitet. Anschließend Ausklang mit guten Gesprächen, Lagerfeuer usw.
  • ca. 23.00 Uhr Partner einfangen, Zähne putzen, Handy aufladen und Schlafenlegen.

Was bleibt als Erinnerung nach diesem Kanucamp !
Traumhafte Seenlandschaften – gute Gemeinschaft – Neubesinnung – Inspiration – Transpiration – Anfechtung – wild Campen in einem paradisisch schönen Douglasienwald – Sonnenbrand – Mückenstiche – Muskelaufbau – Stressabbau – „Froschkönig auf Carstens Zeltspitze“ – Spagetti mit italienischer Soße – überwiegend sehr gutes Wetter – Doppelmagnum nach anstrengendem Paddeltag – Seerosenableger als Erinnerung – Schlammaktion nach Kentern – noch mehr Mückenstiche – 7 Scheiben Brot zum Frühstück – Doppelkopfspiel im Kiefernwald ……… usw. usw.

Wer ist also unser Nächster ?
Joachim Wiegel von Kinderarmut in Deutschland e.V.
Im Kanucamp waren dies unsere Partner für eine Woche. Jungs, die uns nicht umschmeicheln, uns keinen Honig um den Bart schmieren, uns keine tiefgründigen geistigen Gespräche aufzwingen oder uns irgendwie zu verstehen geben, dass Sie für eine Woche Paddeln mit uns dankbar sind.

Das sind unsere Nächsten, die wir ohne Gegenleistung zu erwarten vorbehaltlos lieben dürfen. Bei Gott dienen alle Dinge zum Besten !! (Coffee-Man Joachim Wiegel)

 

Wie kam es zu den Kanucamps ?

Vor Jahren saßen wir eines Nachts am Lagerfeuer eines Indianercamps, als einer der 13-jährigen Indianerkinder mitbekam, dass sich Mitarbeiter darüber unterhielten, dass das Indianercamp für Kinder von 7-13 Jahren gedacht ist. Plötzlich sagte er laut in die Runde: “ Und was mache ich nächstes Jahr, wenn ich 14 werde ?“ Die Worte fielen einfach so in die Runde und plötzlich war es sehr still, denn jeder der Mitarbeiter erkannte, dass wir diesen Jungen, der uns während der letzten 5 Jahre sehr ans Herz gewachsen war, verlieren würden. Ein Blick in seine Augen zeigte uns seine tiefe Traurigkeit. Er fühlte sich wieder mal als Ausgestoßener.  Betretene Stille, nur das Knistern des Lagerfeuers war zu hören.

Plötzlich sagte unser damaliger Häuptling Wolfgang (Kremer): „Dann machen wir eben ein Kanucamp für Jungs von 14-17 Jahren“.

Und der Junge sofort: „Super, da bin ich dabei!“ und als wir in seine Augen schauten, konnten wir im Feuerschein seine leuchtenden Augen sehen.

Das Kanucamp war geboren. (1997)

Wir wussten zwar nicht, wie, wann, mit welchen Mitarbeitern oder mit welchem Geld, aber wir wussten, dass wir diesen Jungen nicht enttäuschen konnten. So wurde innerhalb der nächsten Monate das Kanucamp konzipiert und im nächsten Jahr konnten wir auf dem ersten Kanucamp natürlich auch den Jungen begrüßen, der uns mit seiner einfachen Frage in Bewegung gesetzt hatte.

Das Kanucamp ist das Folgecamp für Jungs, die in unseren Indianercamps waren, aber jetzt 14 Jahre werden.

Welche Gegenden haben wir bisher unsicher gemacht ?

Flusswandern auf verschiedenen Flüssen und dann auf der Mecklenburger Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, wo wir letztlich geblieben  sind, weil dieses wunderschöne Seengebiet einfach fantastisch ist.

Jedes Team besteht aus 1 Mitarbeiter und einem Jugendlichen.  Also Mitarbeiterschlüssel 1:1.

Pro Team mieten wir ein Kanu mit allen notwendigen Utensilien, wie wasserdichte Rundtonnen, Paddel und Schwimmwesten. Jedes Team hat ein eigenes 2-Mann Zelt, neben Luftmatratze, Schlafsack und Ess-Utensilien und bekommt am Morgen seine Verpflegung, verpackt alles in ihren wasserdichten Rundtonnen und gemeinsam stechen wir spätestens gegen 9:00 in See.

Ca. 10-20 Kilometer Paddeln ist jetzt angesagt, bis wir gegen 15:00 unseren nächsten Campingplatz anlaufen.  Zeltaufbau und Einrichtung der Feuerstelle ist schnell erledigt, jetzt sind sportliche Aktivitäten angesagt. Dann gibts Abendessen und zum Dunkelwerden sitzen wir am Lagerfeuer und lassen den Tag mit einem geistlichen Anstoß ausklingen. Um 23:00 ist Zapfenstreich und wir rollen uns in unsere warmen Schlafsäcke.

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