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Kinderarmut in Deutschland e.V.

v.L. Landrat Andreas Müller, Sandra & Wolfgang Kremer, Christa Schuppler, Bürgermeisterin von Wilnsdorf

Rede zur Aushändigung der Verdienstmedaille am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Sandra Jean und Karl Wolfgang Kremer
Dienstag, 07. Mai 2019, 11:00 Uhr, Raum 1317, Kreishaus
Grußwort: Landrat Andreas Müller

Anrede
· Sandra Jean Kremer
· Karl Wolfgang Kremer
· Christa Schuppler, Bürgermeisterin Wilnsdorf
· Vereinsmitglieder „Kinderarmut in Deutschland e.V.“
· Familie und Freunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
es kommt nicht oft vor, dass hier gleich zwei Menschen im Mittelpunkt stehen. Aber es freut mich sehr, dass Sie beide schon so lange an einem Strang ziehen und die „Arbeit“, für die Sie heute ausgezeichnet werden, zusammen bewältigen.
Sie haben gemeinsam vor 30 Jahren den gemeinnützigen Verein „Kinderarmut in Deutschland“ gegründet. Daraus sind über die Zeit viele verschiedene Projekte entstanden und ein starkes bundesweites Helfernetzwerk.
Dafür stellten Sie sogar Ihr eigenes Haus und Grundstück bei Wissen als Zentrale und Feriencamp zur Verfügung. Mittlerweile haben Sie es sogar zu 100% an den Verein übergeben und sind zurück ins Siegerland nach Oberdielfen gezogen.
Ihre Maxime lautet „Teilhabe für benachteiligte Kinder“ und durch Ihre Arbeit seit nunmehr 30 Jahren haben Sie Tausenden Kindern in Deutschland ermöglicht z.B. in den Urlaub zu fahren oder ein Weihnachtsgeschenk zu bekommen.

Deshalb, sehr geehrte Frau Sandra Kremer, sehr geehrter Herr Wolfgang Kremer, freue ich mich sehr, Sie heute im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Verdienstmedaille am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auszuzeichnen. Gleichzeitig überbringe ich Ihnen auch herzliche Glückwünsche von unserem Ministerpräsidenten Armin Laschet und unserem Regierungspräsidenten Hans-Josef Vogel.

Man muss sich doch manchmal wundern, bei all den Nachrichten über die boomende deutsche Wirtschaft, über Milliardengewinne deutscher Unternehmen, über rekordverdächtig niedrige Arbeitslosenzahlen – wie viele Deutsche Familien dennoch in Armut leben.
Der Wohlstand, den viele Deutsche erleben, ist bei weitem nicht in allen Bevölkerungsteilen angekommen. Soziale Ungerechtigkeit ist nicht nur eine hohle Phrase, sondern immer noch ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft.
Für mich war das ein Anlass, um in die Politik zu gehen und mich für mehr soziale Gerechtigkeit und Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben einzusetzen. Das ist mitunter ein zähes Ringen.
Sie beide sind einen anderen Weg gegangen, um das gleiche Ziel zu erreichen: Sie bieten mit Ihrem Verein Familien und Kindern ganz konkrete Hilfe.
Mit der Gründung des Vereins war der erste Schritt getan aber die Hauptarbeit lag noch vor Ihnen. Partner mussten gewonnen werden, Spenden gesammelt und Strukturen geschaffen werden.

Erste Vorhaben setzten Sie bereits 1989 in die Tat um. Das erste Indianercamp mit sechs Kindern startete und findet seither regelmäßig jedes Jahr statt. Für viele Kinder nicht selten der erste Urlaub, den sie überhaupt erleben.
Mittlerweile gibt es sogar Reitercamps, Zirkuscamps und viele weitere Freizeitangebote. Vieles können Sie direkt auf Ihrer großen „Ranch“ in Wissen anbieten, wobei Sie demnächst zumindest mit Ihrem Zentralbüro nach Wilnsdorf umziehen. Da ist der Weg von Dielfen ja dann auch etwas kürzer.
Auf Ihrer Internetseite kann man nachlesen, wie wertvoll die Erfahrungen in den Feriencamps für die Kinder sein können. Wenn der Papa im Gefängnis sitzt und die Mama sich um mehrere Kinder kümmern muss, bleibt Urlaub, bleiben Geschenke und vielleicht auch die Zuneigung häufig auf der Strecke.
Die Kinder können für diese Situation nichts, weswegen es Ihnen, liebe Familie Kremer, auch so am Herzen liegt, Momente der Freude zu schenken, aus denen die Kinder Kraft schöpfen können.
Neben den Feriencamps tun Sie das unter anderem durch die Aktion „Engelbaum“. Hierbei stehen neben den Kindern auch die Eltern im Fokus.
Natürlich möchte auch ein Vater, der im Gefängnis sitzt, seinem Kind ein Weihnachtsgeschenk machen. Da das als Inhaftierter oft nicht machbar ist oder in anderen Familien schlicht das Geld fehlt, organisieren Sie mit Partnern und Sponsoren kostenlose Weihnachtsgeschenke für diese Familien.
Es kann aber auch jeder, der helfen möchte, ganz einfach Pate werden und so ist über die Jahrzehnte ein bundesweites Netzwerk an Helfern entstanden, die ganz individuell und mit eigenen Ideen Hilfe für benachteiligte Kinder und Familien anbieten.
Sie haben schon ganz vielen Kindern viele schöne Dinge ermöglicht. Für die meisten mag ein Weihnachtsgeschenk für 26€, das ist Ihr vorgeschriebenes Limit, selbstverständlich oder trivial erscheinen aber viele Kinder in Deutschland haben vielleicht noch nie so ein Geschenk bekommen.
Und wer schon mal leuchtende Kinderaugen zu Weihnachten gesehen hat, der weiß, wie viel plötzlich so eine kleine Geste wert sein kann, für das Kind ebenso wie für denjenigen, der das Geschenk gemacht hat.
Die Themen Teilhabe und Kinderarmut haben durch Ihren Verein mit Sicherheit wertvolle Aufmerksamkeit bekommen.
Teilhabe ist auch für mich schon immer ein Kernthema meiner politischen Arbeit gewesen und ist es immer noch. Und ich führe dieses zähe politische Ringen um soziale Gerechtigkeit, das ich eben schon angedeutet habe, gerne, weil Beispiele wie die Geschichte Ihres Vereins mir zeigen, dass dafür erfolgreich gerungen werden kann und muss.
Jeder Mensch wird zur Teilhabe am Leben geboren und ungeachtet jeglicher Veranlagung, Glaubensrichtung und Sexualität ungeachtet des sozialen Status oder Einkommens sollte jedem Kind und jedem Menschen diese Teilhabe ermöglicht werden.
Sie liebe Familie Kremer haben über die Jahre für Tausende leuchtende Kinderaugen gesorgt und mit Sicherheit auch vielen Eltern geholfen und Mut gemacht.
Dazu kommt 30 Jahre Aufklärungsarbeit und das Netzwerk an Helfern und Sponsoren, das sie etabliert haben. All das taten Sie ehrenamtlich und dafür haben Sie meinen allergrößten Respekt.
Für die Zukunft wünsche ich Ihnen und dem ganzen Verein „Kinderarmut in Deutschland“ weiterhin viel Erfolg.

So viel Engagement und Einsatz wird heute zu recht ausgezeichnet und gewürdigt. Ich sage Ihnen nochmals vielen Dank und gratuliere Ihnen herzlich zu dieser Ehrung und darf nun die Urkunde verlesen.

Persönliche Grüße von Christa Schuppler, Bürgermeisterin von Wilsndorf

Liebe Eheleute Kremer,
gerne möchte ich Ihnen noch einmal auf diese Weise herzlich gratulieren und Ihnen für Ihr herausragendes Engagement danken, wofür Sie zu Recht mit den Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurden. Es war für mich eine große Ehre, bei der Verleihung dabei sein zu dürfen.
Mich hat besonders begeistert, dass Sie beiden Ihr ehrenamtliches Engagement gemeinsam gelebt haben … viele lange Jahre – rd. 3 Jahrzehnte – haben Sie sich gemeinsam mit viel Zeit, Kraft und Herz anderen Menschen gewidmet und haben Gutes getan und Menschen unterstützt, die ansonsten keine oder sehr geringe Unterstützung erhalten hätten. So konnten Sie viele Kinderaugen z.B. durch Geschenke, Freizeiten und Freizeitaktivitäten zum Leuchten bringen.
Sie haben aber viel mehr getan, Sie haben den Kindern – und auch den Eltern – Werte vermittelt, Freude und Hoffnung geschenkt.
Mich hat Ihre Vita sehr berührt und ich bin sicher, dass Sie während der langen Jahre Ihres herausragenden Engagements dicke Bretter bohren mussten, immer wieder zum Teil mühsam um Mitstreiter werben mussten und viel von Ihrer eigenen Kraft gegeben haben. Und sicher mussten – und konnten – Sie sich auch gegenseitig immer wieder Stütze sein.
Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute, viel Gesundheit und Freude bei allem was Sie tun – vor allem aber Gottes reichen Segen.
Herzliche Grüße
Ihre Christa Schuppler

„Fit for Future 2025“

Auf Anregung unserer Gründer Sandy & Wolfgang Kremer hat sich der Vorstand mit den ehrenamtlichen Teams seit 2015 den kommenden Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts gestellt. Im Rahmen unseres Projekts „Fit for Future 2025“ geht es darum, unseren im Jahre 1989 gegründeten Verein Kinderarmut in Deutschland e.V. so zu organisieren, um die in der Zukunftsvision geplanten neuen Kinderprojekte auch bewältigen zu können.
Die Optimierung der Arbeitsabläufe und die Umstrukturierung im organisatorischen Bereich macht gute Fortschritte. Unser WEB-Relaunch führte zu einer grundlegenden Überarbeitung der Internetseiten, um unseren Webauftritt visuell neu zu gestalten und an technische Neuheiten anzupassen. So haben wir unsere Webseiten konsequent für die Nutzung mit Smartphones und Tablets optimiert. Wir möchten so mehr Menschen für die Vision unserer zukünftigen neuen Projekte für benachteiligte Kinder in Deutschland begeistern.

NRW Justizminister Thomas Kutschaty Ehrung

Vorbildlich: NRW Justizminister Thomas Kutschaty hat zum „Tag des Ehrenamtes“ Gertrud und Eckard Neubauer mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die 76- und 73-jährigen Ehepartner widmen einen großen Teil ihrer Zeit der langjährigen ehrenamtlichen Betreuung von oftmals schwierigen Gefangenen.

KiD e.V. freut sich sehr über diese Ehrung. Gertrud und Eckhard leiten seit 2000 die von Sandy & Wolfgang Kremer im Jahr 1990 gegründete Gefängnisarbeit in verschiedenen Gefängnissen Deutschlands. Mit viel Herzblut und enormem zeitlichen Einsatz stehen sie oft mehrmals wöchentlich vielen Gefangenen in der JVA Aachen zur Seite. Von ihrer wichtigen Arbeit profitieren besonders die Kinder der inhaftierten Männer durch die Teilnahme an unseren Kinderfreizeiten und kostenlosen Engelbaum Weihnachtsgeschenken. Familie Neubauer arbeitet seit über 17 Jahren in vielen unserer Projekte aktiv mit.

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